Die Sage vom Weltenwal

Als die Götter sahen, dass die Welt gut war, bereisten sie das Land, durchflogen die Lüfte und befuhren die See. Oscherjer und Stefnir fingen beim Fischen in den tiefsten Meeren einen Wal, derart sie noch nie gesehen hatten. Ihr Boot kenterte nahezu bei dem Versuch ihn an Bord zu ziehen. Als sie sein Kopf aus dem Wasser ragte, fragte Oscherjer: “Was für ein Biest bist du, dass du den Göttern trotzen kannst?”

Und der Wal antwortete:

Geschwommen durch alle Tiefen bin ich
Überquerte alle Meere
Vater eines Geschlechtes bin ich
Der Bann eurer Kinder Heere

Gesungen wird mir kein Lied
in eurer Zunge,
Vor mir ein jedes Wesen flieht
geboren mit einer Lunge.

Älter als eure Brandung
älter als Berge
älter als das Tal
nennt mich
Levangandr den Weltenwal

Und mit diesen Worten riss das Biest sich los und verschwand in den Tiefen. Oscherjer und Stefnir schworen einander Wache zu halten und dieses Biest nie wieder an die Oberfläche zu lassen.

Sie traten vor den Rat der Götter und berichteten von Levangandr. Gyrea war sehr besorgt und beschloss, das alle Götter auszuziehen hatten, um diese Bestie zur Strecke zu bringen. Sie sandten Unsichtbare Göttin vor, um auszukundschaften, Vu ließ eine riesige Seerose wachsen, um die Götter in die Schlacht zu tragen, Stefnir schwang seinen Hammer und das Biest zu schlagen, Zopah machte eine Luftblase, damit die Götter tauchen konnten und Grym spannte riesige Haie vor die Seerose, auf das sie die Götter schnell vorran trug.

Nur Quodos kämpfte nicht mit. Er schlich nach Unsichtbarer Göttin zum Weltenwal und warnte ihn vor dem Angriff der Götter. Der Weltenwal versprach Quodos seinen gerechten Lohn und sandte alle seine Kinder in die Schlacht.

Abol zog die Seerose in die Tiefe und brachte die Götter straucheln, Injych hüllte die Meere in ein dunkle Wolle und griff im Dunkeln nach den Göttern. Ch’t ließ seine gespaltene Zunge hervor schnellen und peitschte die Götter….

..

Schließlich rangen die Götter die Brut nieder und sie standen Levangandr gegenüber. Oscherjer, Stefnir und Grym hielten das Biest fest und Gyrea griff in ihre Krone brach einen Zacken heraus, spießte Levangandr damit auf und rammte
ihn sammt der Bestie in den Meeresboden.

Man sagt Wellen und Seegang sind die Versuche Levangandrs sich von dem Zacken loszureißen.

Die Götter erkannten Quodos Verrat und verbannten ihn an einen UNSCHÖNEN_ORT dort weinte er und aus seinen Tränen entstanden die ersten Dämonen.

Die Sage vom Weltenwal

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